Zeittafel der Ortsgeschichte Holtershausen

mit Quellenangabe

  • 9.Jahrhundert : Erste Erwähnung eines Ortes bzw. sächsischen Edelhofes Haholdeshusen, welcher früher fälschlicherweise für Arolsen gehalten wurde. Marianne Jedicke schreibt dazu in ihrem Werk “Arolsen-Edelhof /Kloster /Residenz/ Stadt “ von 1992:  Hier (in Arolsen) hat möglicherweise schon lange vor den Sachsenkriegen Karls des Großen ein sächsischer Edelhof der Haholde gestanden. Haholdeshusen, Haus des Hahold….Der Hof lag auf einem Gelände, das nach allen Seiten mehr oder weniger steil abfällt…Ein solcher Hof bestand in der Regel aus dem Haus des Besitzers, Ställen, Scheunen und den Wohnungen der dazu gehörenden unfreien Leute. Außerhalb von diesem durch eine Mauer oder wenigstens einen Zaun geschützten Bereich lagen Garten, Ackerland, Wiesen, Weiden und Wald….Das kann heißen, dass Haholdeshusen, zu dem ein Wald gehörte, ein Königsgut war, also eine hervorragende Bedeutung hatte, zumal ein Königsvasall Hahold als Günstling Ottos I. 949 Besitz im Ittergau erhalten hatte.Lage und Herkunft der Besitzer machen den Hof zum kommunalpolitischen und kirchlichen Mittelpunkt der näheren Umgebung….” Mitte der 1990er Jahren ging man von der Theorie ab, dass der Ortsname Arolsen aus Haholdeshusen entstanden sein könnte, da nur Aroldessen bzw. Haroldessen als Erstbelege für Arolsen anzusehen sind. In der Ausarbeitung von M.Jedicke, „Arolsen-Ein kleines Kunstwerk (2.überarb.Auflage 2003)”, heißt es berichtigend dazu: “Verbreitet ist die Vermutung, der Name des Ortes gehe auf den Hof eines sächsischen Grafen Hahold zurück. Die Haholde, um 900 als Gefolgsleute Kaiser Ottos I. genannt, hatten ihren Besitz vorwiegend um ihr Hauskloster Geseke. Streubesitz reichte allerdings bis ins Ittergau (Nitherga)….Als Hahold III.illegitim eine Ehe mit einer Stiftsdame einging, fiel der ganze Besitz an das Reich zurück. Aus einer Urkunde von 1011 geht außerdem hervor, dass Kaiser Heinrich II., der bischöflichen Kirche zu Paderborn die Grafschaft des verstorbenen Grafen Hahold verlehnt…Diese Ereignisse liegen über 100 Jahre vor der Klostergründung Arolsens, machen also die Haholde als Namensgeber unwahrscheinlich.” Holtershausen lässt sich in der Urkunde von 1148 eindeutig als Haholdeshusen nachweisen, auch tauchen dort noch Nachfahren des Geschlechtes der Haholde auf, sodass ein ehemaliger Bezug des Ortes hierzu sehr wahrscheinlich ist.

Quelle: M.Jedicke: „Arolsen-…ein kleines Kunstwerk”, Arolsen 2003 / M.Jedicke: „ Arolsen- Edelhof / Kloster  /Residenz /Stadt” , Arolsen 1992/ Briefe vom Staatsarchiv Marburg, Landesarchiv Münster und Waldeckischen Geschichtsverein e.V. Bad Arolsen vom März 2009

  • 1148 : Äbtissin Liutgard von Gandersheim beurkundet einen mit Zustimmung ihrer Mitschwestern, sowie der principes, nobiles, Ministerialen und Liten des Stiftes erfolgten Tausch mit dem Grafen Hermann II. von Winzenburg, in dem dieser für die Burg Schildberg bei Seesen dem Stift 14 Hufen Land, und zwar 10 in Brynessen (Brunsen), Haholdeshusen (Holtershausen) und Hildebrechteshusen (Hilprechtshausen), 2 in Siboldshusen (Sebolshausen) und 2 in Ellethehusen übertragen habe. Bezeugt wird dieses u.a. von Hahold de Ruden und Hahold de Burnham. Zehn Jahre Später am 18.April 1158 bezeugt jener Hahold de “Bornem” dann noch einen Güter- und Zehnttausch zwischen dem Kloster Amelungsborn und der Kirche zu Greene. Und bereits 13 Jahre vorher, im Jahr 1135, schenkt ein Hahold mit seiner Gemahlin Gerburg dem Kloster Fredelsloh ein Vorwerk bei dem von Chronisten nicht definierbaren Ort Holzhausen /Holthusen (?).

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel & “Urkunden zur Geschichte des Erzbisthum Mainz im 12.Jahrhundert” Dr.Stumpf 1863 Seite 67/68 & Göttinger Annalen: Von den Anfängen bis zum Jahr 1588 Seite 68 & Das Stift Fredelsloh von der Gründung bis zum Erlöschen seines Konvents von H.Gramatzki Seite 31 (dort Holthusen).

  • 1385: Hans von Bonekenhusen der Ältere und Cord und Albrecht, seine Söhne, Knappen, verpfänden dem Augustiner Kloster zu Einbeck und dem Bruder Diederich von Eynem, 2 Hufen (ca. 60 Morgen)  Land vom “Lutteken” (Familienname, oder in Bedeutung “kleinen”?!)-Hof, sowie einen Sattelhof mit Steinwerk welcher im Dorf Holtershausen gelegen ist, für 5 Einbecksche Mark.  Georg Max schreibt dazu in der “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen” : Am Gregoriustage 1385 verpfändet Hans von Bonekenhusen zwei Hufen Landes zu Holdeshusen an die Augustiner zu Einbeck für 5 Mark.

Quelle: St.-Archiv Hannover, Urk. Aug.-Kloster 17 / Georg Max, “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen Teil 2″, 1863, Seite 346

Erklärung Steinwerk: Aus Stein errichteter wehrhafter Speicherbau zum Schutz von wertvollen Gütern. Hob sich deutlich von der übrigen dörflichen Bauweise (Holz, Lehm, Stroh) ab und war oft auf adeligen Gütern zu finden.

Erklärung Sattelhof: Unterscheiden sich durch die Gerichtsbarkeit von einfachen Bauernhöfen. Häufig waren sie Mittelpunkt der Verwaltung von Grundherrschaften und Dingstätten. Sie tauchen um 1080 als befestigte Stätte auf. Die Ursprünge der Sattelhöfe liegen wegen ihrer häufigen Einzellage vermutlich in der fränkischen Siedlungsgeschichte. Diese Höfe spiegeln über Jahrhunderte ihre Sonderstellung gegenüber der Kirche und der Neusiedlung zu Beginn der christlichen Zeit wieder.

  • 09.November 1410: Friedrich, Herzog von Braunschweig, Otto, sein Sohn, Erich, sein Vetter, erteilen ihre lehnsherrliche Einwilligung dazu, dass die Gebrüder Cord und Hans von Bonkenhusen und dessen Sohn Friedrich das Dorf Holdeshusen für 60 Einbecksche Mark an das Augustiner Kloster zu Einbeck verpfändet haben. Georg Max schreibt dazu in der “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen” : Am Sonntag vor Martini, 09.November 1410, verkaufen die Herren von Bonkensen das Dorf Holdeshusen auf 27 Jahr an die Augustiner-Mönche zu Einbeck für 87 Mark Einbeckscher Währung, und die Herzöge Friedrich, Erich und Otto bestätigen diese Handlung in einer Urkunde von demselben Tage.

Quelle: St.-A. Hannover Urk. Aug.-Kloster 26 / Georg Max, Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen Teil 1, 1862, Seite 263

  • 16.November 1410: Hans und Friedrich, Ernst, Friedrichs Sohn, von Bonkenhusen , Knappen, verkaufen, wiederkäuflich das Dorf Holdeshusen um 87 Einbecksche Mark, einbegriffen die 13 Mark, welche dem Eggherd Intentenen entrichtet werden sollen, an das Augustiner Kloster zu Einbeck.

Quelle: St.-A. Hannover Urk. Augustiner Kloster 27 / G.Max, Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen Teil 2, 1863, Seite 346

  • 10.Juni 1414: Der Knappe Cord von Bonkensen belehnt den Hans Mors mit zwei Hufen Landes in Holdeshusen.

Quelle: Brunsvico-Luneburgensia 229 im Staatsarchiv Lübeck

  • 24.August 1421: Hans von Mingerode (Myinnigerode) der Ältere, Knappe, überträgt mit Zustimmung der Demeke, seiner Ehefrau, und seines Bruders Heinrich den ihnen von der braunschweigischen Herrschaft zu Lehen gegebenen, Abtshof genannten, auf der anderen Seite der “Hufe” (Hube) bei Einbeck gelegenen Hof dem Augustiner Kloster zu Einbeck. Georg Max schreibt dazu in der “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen”: Nachdem Hans von Minnigerode am Bartholomäustage, 24. August 1421, den Augustinern in Einbeck den s.g. Abtshof bei der Stadt zum Seelgeräth geschenkt hatte, ertheilte Herzog Erich am Donnerstag nach Allerheiligen, 05.November 1422, schriftlich seinen Consenz dazu.

Quelle: St.-A.Hannover Cal.Or.100 Einbeck, Augustiner Nr.37 vom 24.August 1421. Anmerkung: Eindeutige Beschreibung der Lage, “auf der anderen Seite der “Hube”. (Ähnlicher Wortlaut, den Harland 1868 verwendet. Siehe dort). Georg Max, “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen, Teil 1″, 1862, Seite 269/ Hinweis von W.Hoppe

  • 16.November 1421: Heinrich von Mingerode (Mynnigerode), Knappe, erteilt seine Zustimmung zur Schenkung der Güter innerhalb des Abtshofes bei Einbeck durch seinen Bruder Hans an das Augustiner-Kloster in Einbeck.

Quelle: Cal. Or. 100 Einbeck, Augustiner Nr. 38, Staatsarchiv Hannover

Anmerkung: Interessant ist die Erwähnung, dass Güter “innerhalb” des Abtshofes verschenkt werden, was auf die immense Größe jenes Hofes hinweisen kann.

  • 05.November 1422: Erich, Herzog von Braunschweig-Lüneburg (Grubenhagen), erteilt dem Hans von Mingerode (Minnigerode) seinen lehnsherrlichen Konsens zur Schenkung des an die Einbecker Bürger Konrad (Cord) Wicherding und Hans Kroner verliehenen Abtshofs an das Augustiner-Kloster in Einbeck.

Quelle: Cal. Or. 100 Einbeck, Augustiner Nr. 42, Staatsarchiv Hannover

  • 1430: Hans von Bonnekensen, Knappe, belehnt (mit Zustimmung seines Vetters Friedrich) den Ghereke aus Ammensen und Cord Arneke aus Nanensen (Naensen) mit verschiedenen im Holdeshuser Felde gelegenen, früher an Heinrich von Avenshusen, Einbecker Bürger, verliehenen Ländereien.

Quelle: St.-A. Hannover, Urk. Augustiner Kloster 46

  • 1431: Otto, Herzog von Braunschweig, weil. Herzog Friedrichs Sohn, erteilt den von Bonkensen, Hans, Friedrich und Ernst, seine lehnsherrliche Zustimmung zum Verkauf ihres Anteils am Dorfe Holdeshusen um 27 Mark Einbecker Währung an das Augustiner Kloster zu Einbeck.

Quelle: St.-A. Hannover Urkunde Augustiner Kloster 41

  • 09.Mai 1431: Werner, Dekan, und das Stift St. Alexander in Einbeck belehnen den Sivert Mors mit einer Hufe Landes in Holdeshusen.

Quelle: Brunsvico-Luneburgensia 232 im StA Lübeck

  • 09.Mai 1431: Werner, Dekan, und Jan von Yindeshausen, Küster im Alexanderstift zu Einbeck, urkunden die Schlichtung einer Streitigkeit zwischen Sivert Mord einerseits und Millies Wedeghe und Millies Cuvendal und deren Freunden andererseits über zwei Hufe Landes in Holdeshusen.

Quelle: Brunsvico-Luneburgensia 233 im StA Lübeck

  • 19.Juni 1431: Die Priorin, die Küsterin, die Kellnerin und das ganze Kloster zu Katelenborg [Katlenburg] übertragen dem Sivert Mors die Pacht einer von seinen Eltern auf ihn vererbten Hufe Landes in Holdeshusen.

Quelle: Brunsvico-Luneburgensia 234 im StA Lübeck.

Anmerkung: In dieser Urkunde wird auch der Ort Harboldessen bei Greene (heute wüster Nachbarort von Holtershausen)erwähnt.

  • 10.April 1436: Hermann und Hans, sein Sohn, von Mynnigerode, Knappen, übertragen mit Zustimmung ihres Lehnsherren, des Herzogs Otto von Braunschweig des weil. Herzog Friedrichs Sohn, und mit Zustimmung des Hans und Heinrich von Mynnigerode, Brüder des Hermann, den Abtshof mit allem Zubehör dem Aug.-Kloster zu Einbeck.

Quelle: St.-A. Hannover, Urk. Aug.-Kloster 55.

  • 15.April 1436: Otto, Herzog von Braunschweig-Lüneburg (Grubenhagen), Sohn Herzog Friedrichs, erteilt mit Zustimmung seiner Vettern, der Herzöge Heinrich, Ernst und Albrecht, Söhnen des verstorbenen Herzogs Erich, dem Hans von Mingerode (Mynnigerode) dem Älteren für ihn und seinen Bruder Heinrich und dem Hans von Mingerode dem Jüngeren für ihn und seinen Vater Hermann seinen lehnsherrlichen Konsens zur Schenkung des bisher an Pyl von Barckevelde und Ludolf von Ibern verliehenen Abtshofes gelegen “auf der Hufe (Hube) innerhalb der Dornenhecke (Landwehr) zu beiden Seiten des Weges mit 16 Hufen Land in Wäldern, Feldern und Hopfenbergen”  als freies Eigentum an das Augustiner-Kloster in Einbeck. Zeugen: Jan Ympteshusen, Schulmeister zu St. Alexander in Einbeck, und Stacies Bock.

Quelle: Cal. Or. 100 Einbeck, Augustiner Nr. 56, StA Hannover

  • 1462: Am Donnerstag vor Pfingsten hat Ernst von Bonkensen dem Detmar Gehrken von Ammensen mit 2 Hufen Landes, 2 Höfen und einer Wiese in dem Holdeshuser Felde (vor Holdeshusen) beliehen.

Quelle: Georg Max, Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen Teil 2, 1863, Seite 346.

  • 1465: Albrecht, Herzog von Braunschweig, weil. Herzog Erichs Sohn, belehnt Detmar Matthias, Bürger von Einbeck, mit mehreren in und vor dem Dorfe Holdeshusen gelegenen, früher von weil. Ernst von Bonnekenhusen an des ersteren weil. Vater Gereke von Ammensen verliehene Grundstücke (siehe 1462). Georg Max schreibt 1863 dazu: Laurentii 1465 hat Herzog Albrecht von Grubenhagen zwei Hufen Landes, zwei Höfe und eine Wiese vor Holdeshusen gelegen, so vormals Gerke von Ammensen gehabt, an dessen Sohn Detmar Matthias in Einbeck zu Lehen gegeben. Anscheinend sind also die Bonkenhusenschen Lehen zwischen 1462 und 1465 an den Landesherren heimgefallen.

Quelle: St.-A. Hannover, Urk. Augustiner Kloster Nr. 88, 93 und 96/  G.Max, “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen Teil 2, 1863, Seite 346

  • 1508: Als die Familie zu Bockensen ausgestorben war, hat Herzog Heinrich der Ältere, am Sonntag Jubilate, das Eigentum und dieses Dorf mit seinem Zubehör cedirt und abgetreten. Georg Max schreibt dazu in der “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen, Teil 1″ von 1862: Am Sonntag Jubilate, 14.Mai 1508 verschrieb Heinrich das Dorf (H)Oldeshusen dem Augustiner Kloster in Einbeck, und gab es ihm am Montage vor Judica, 19.März 1509 zu eigen.

Quelle: St.-A. Wolfenbüttel, Dörfer im Herzogtum Braunschweig, ca.1640, VIHS 14   Nr.83/ G.Max “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen Teil 1″ , 1862, Seite 317 / Augustiner-Urkunde 108 & 109

  • 1509: Heinrich der Ältere, Herzog von Braunschweig-Lüneburg (Grubenhagen), bestätigt dem Augustiner-Kloster in Einbeck den Besitz des Dorfes Holtershausen (Oldeshusen) im Amt Greene (Grehene).1509 Februar 26 (mandage na Invocavit), Wolfenbüttel.

Quelle: St.-A. Wolfenbüttel, NLA HA Cal.OR.100 Einbeck Augustiner Nr.111, Hinweis: Hier ausdrücklich vermerkt “im Amt Greene (Grehene)”!

  • 1525: Im Lagerbuch (Verzeichnis aller Güter und Einkünfte) des Klosters Katlenburg wird vermerkt: Item in Holdeshusen Conradus Volquini, morans in Herboldeshusen, de 1 manso unam stopam vini in festo Santci Alexandri dedit.

Quelle: Hans-Joachim Winzer, „Das Kloster Katlenburg und sein Lagerbuch von 1525″, Duderstadt 1997, Seite 88.

Anmerkung: Hochdeutsche Übersetzung (in etwa): Auch in Holtershausen Konrad Volquini, der sich gerade Herboldeshusen (Wüstung Harboldessen) aufhält, hat von seinem Gute dem Sankt Alexandri Stift an Festen Wein zu liefern. (Unam stopam wohl Mengenangaben, wie „ein Stübbecken”?!).

  • 1537: Im Zuge der Reformation befindet sich das Augustiner-Kloster zu Einbeck in der Auflösung. Die Besitztümer des Klosters werden in einem Vertrag zwischen der Stadt Einbeck und Herzog Phillip I. aufgeteilt. Was das Kloster an Feldern, Gründen, Gärten, Wiesen, Zehnten, Meierhöfen, und vielen andern außerhalb der Stadt besitz, fällt an den Herzog.

Quelle:  G.Max “Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen Teil 2 , 1862  siehe Seite 130 „Augustiner-Mönchskloster”

  • 1542-44: In der reformatorischen Kirchenvisitation wird aufgeführt, dass das Dorf Holeshausen den Zehnt an Greene abzuführen hat.

Quelle: Kanser, Kirchenvisitation in den welfischen Landen, Göttingen 1897

  • 1543: Handlung zwischen Herzog Philipp I. zu Braunschweig-Grubenhagen und Burchard v. Salder wegen einiger Gehölze und des wüsten Dorfes Holtershausen/Amt Greene [jetzt H., Amtsbezirk Greene] darin: Urkundenabschriften: 1) Knappen Hans, Friedrich und Ernst, Friedrichs Söhne v. Bonkensen verpfänden f. 87 Mk dem Augustinerkloster in Einbeck ihr wüstes Dorf Holdeshusen 16.11.1410; 2) Herzöge Friedrich, Erich und Otto zu Braunschweig und Lüneburg bestätigen dem Augustinerkloster in Einbeck auf Bitten der Cord, Hans und Friedrich v. Bonkensen, 60 Mk am Dorfe Holdeßhusen, deren hzgl. Lehen, zu haben 8.11.1410; 3) Herzog Otto [d. Siegreiche], Friedrichs Sohn, zu Braunschweig und Lüneburg bestätigt dems. Kloster auf Bitten der Hans, Friedrich und Ernst von Bonkensen, daß es am Dorfe Holdeshusen, herzogliges Lehen, 27 Mk hat und genehmigen den Verkauf 18.4.1431; 4) Herzog Heinrich d. Ä. zu Braunschweig und Lüneburg bekundet, das genannte Kloster hinsichtl. des Dorfes und der Leute zu Holdeshausen bei seiner alten Gewohnheit belassen zu wollen 26.2.1509; 5) Herzog Otto zu Braunschweig und Lüneburg, Friedrichs Sohn, bestätigt Stiftung des Abtshofes mit 16 Hufen und dem Zehnten an das gent. Kloster durch Hans v. Minnigerode d. Ä. und seine Miterben, die den Hof als hzgl. Lehen halten und dem Herzoge aufließen 15.4.1436; 6) Herzog Heinrich d. Ä. zu Braunschweig-Grubenhagen u. s. Gattin Elisabeth geb. Herzogin von Sachsen-Lauenburg bestätigen das genannte Kloster im Besitz des ihm von den v. Bockensen verpfändeten und nach deren Aussterben als heimgefallenes Lehen an sie zurückgekommenen Dorfes “Oldeshausen” 14.5.1508.

Quelle: 26 Alt Nr.2051 im StA Wolfenbüttel

Anmerkung: In dieser Gerichtsverhandlung geht es um ehemaligen Besitz des Augustiner-Klosters in Einbeck in und bei dem Dorf Holtershausen. Diese Verhandlung und die Urkunden wurden Anfang 2016 aufwändig von den Historikern Sachers und Geffey entziffert und in eine leserliche Form gewandelt. Finanziert wurde diese Projekt vom Einbecker Geschichtsverein und vom Kultur- und Heimatverein Holtershausen. Es konnten wichtige Erkenntnisse über Lage, Bedeutung und Umfang des Abtshofes gewonnen werden. Bei archäologischen Begehungen mit Dr.Teuber konnten dann viele Spuren (z.B. Kalköfen, Wege) aus den alten Texten eindeutig belegt werden (siehe Publikationen dazu).

  • 1548: In der Beschreibung des Greener Mastholzes heißt es: Das Mönniche Loit am Gaholz oberhalb Holdershausen hat junge Eichen und Buchen und ist ein jung Mastholz, gehöret dem Haus Greene bis an das Garlebsche Feld und an die Einbecker Landwehr hat Eichen und Buchen zur Mastung. Die Dorfschaft Greene hat ein eigen Erbholz vom Gaholz an bis an den Holdershäuser Stieg entlang und hat davon Mast und Hude. In allen Gehölzen hat der Fürst die Hoheit, ihm gehört auch die Jagd.

Quelle: Greene im Wander der Zeit, Pastor H.Ehlers, Greene 1967/ Erste bekannte Erwähnung der Mönche-Lieth

  • 1553: Vollrad von Mannsfeld, der auf Befehl von Markgraf Albrecht von Brandenburg-Kulmbach  im Zuge einer reformatorischen Fehde plündernd durch das braunschweiger Land zieht, zerstört die Burg und das Amt Greene mit umliegenden Dörfern.

Quelle: Hans Adolf Schultz: Burgen und Schlösser des Braunschweiger Landes, Braunschweig 1980

  • 1590: Das Dorf besteht aus 2 Ackerleuten und einem Halbspänner. Der Flurname “Mönchelieth” wird im Greener Erbregister abermals erwähnt.

Quelle: Karl Brandes, WAS UNS DIE HEIMAT ERZÄHLT, 1942 & Staatsarchiv Wolfenbüttel Erbregister Greene auf Mirkrofilm

  • 1594-99: Das Dorf wird in die Brunser Kirche eingepfarrt. Bis 1537 scheint das Dorf vom Augustiner-Orden in Einbeck kirchlich betreut wurden zu sein, da es sich in dessen Besitz befand.

Quelle: Kleinau, Geschichtl. Ortsverzeichnis Braunschweig, 1967 & Anfrage an evang.-luth. Landeskirche Braunschweig Archivarrätin Hoffmann, 2006

  • 1598: Herzog Phillip II. von Grubenhagen besitzt 2 Meierhöfe (ehemals Besitz des Augustiner-Klosters /siehe 1537) mit 7 1/2 Hufen Land, die Pfarre Greene mehrere Hofstellen und einige Morgen Land in Holtershausen.

Quelle: ausgewertet in: Kleinau, Geschichtliches Ortsverzeichnis des Landes Braunschweig, Hildesheim 1967

  • 1606: Am 26. August schoss Herzog Heinrich Julius oberhalb von Holtershausen einen 5 1/2 Zentner schweren Hirsch. Der starke Zwölfender machte noch im Todeskampf (mit Pfeil im Herzen), einen Sprung von genau 11,69 Meter. Der Herzog ließ daraufhin zwei Gedenksteine anfertigen, die noch heute bestehen und unter dem Namen ‘Der Hirschsprung’ bekannt sind.

Quelle: Gedenk-Steine „Am Hirschsprung”

  • 1618-48: Der Dreißigjährige Krieg tobt auch in der Region um Holtershausen. Es kommt zu Plünderungen und Brandschatzungen im Dorf.

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel

  • 1620: Am 21.März wird der Streit wegen der Hut und Weide, zwischen der Stadt Einbeck, dem Amt Greene und den Dörfern Brunsen und Holtershausen (Holdershausen) um das Wendfeld  (wüstes Dorf  zwischen Hube und Lietberg), gegen eine Zahlung von 6500 Thalern beigelegt.

Quelle: H.L.Harland, Geschichte der Stadt Einbeck, 2.Band, 1857, Seite 74

  • 1661: Bittbrief von Curdt Boden aus Holtershausen an den Herzog August von Braunschweig, worin er ihn bittet, ihm seine durch Kriegseinwirkungen abgebrannten Höfe vor Holtershausen und in Brunsen nicht zu entreißen. Er schreibt: “Durchlauchtigster Fürst undt hochfürstliche Durchlauchtigkeit für meine pflichtschuldigen Dienste in Devotion gehorsam jederzeit zuvor gutmütigster Fürst und Herr I.hochfürstlichen Durchlauchtigkeit gebe ich armer Untertan gehorsam zu vernehmen welcher Gestalt nun mehr über 100 Jahr mein Großvater, auch Walter Heinrich Boden nebst mir in hochfürstlicher Durchlaucht Amt Grehn Dorf Holeßhausen gewohnt, auch nebst dem daselbst bewohnten Hof auch noch im Dorf Braunßen einen großen Kothof bestanden, und selbige beide geringe Höfe in eines zuvor näher Holershausen geackert auch die gewöhnlichen Dienste davon prätiret, ob auch wohl bei dem leidigen Kriegesmaßen der Hof zu Braunßen, welcher doch von meinen Vater Vorfahren und erbauet, genoßen, ganz abgebranner, also gar dass selbige bis anhero wüste gelegen, so muß ich jedoch nunmehr vernehmen, dass der Herr Amtmann zu Grehn Gerhard Niebecker einen anderen, Hans Deichmann genannt, der von Eltern sonst in Voltagßen gewohnet auf diesen von meinen Vorfahren besonderen Meierhof itzo holzen, auch über die bei selbigen Hof gehörendene Kirchländerei einen bei meinen holderßhäusischen Hof allewege gebraucht habe, fürstliches Land, womit ich von Melchior von Steinbergk (1660) belehnet, leggen will, wodurch ich aber über allemaßen merklich graviert, auch mein Hof in äußersten Ruin gesetzet werden dürfte…” Interessant ist u.a. die Erwähnung  des Amtmann Niebecker aus Greene, der in der Brunser Separation (siehe 1758) noch eine Rolle spielen wird.

Quelle: Staats-Archiv Wolfenbüttel Bittbrief des Curdt Boden 1661

  • 1756-63: Der Siebenjährige Krieg findet auch in unserer Region statt. Vom Süllberg bei Naensen wird die Hube (bewaldeter Höhenzug) über Holtershausen hinweg beschossen. Es kommt vereinzelt zu Beschlagnahmungen von Pferden und Lebensmittel. Britische Truppen besetzen Holtershausen. Das Dorf stellt einen Landsoldaten ( um 1710).

Quelle: Was uns die Hube erzählt /Chronik von Kuventhal, W.Hoppe 2006 / Ortschronik von Holtershausen, U.Strohmeier 1998

  • 1758: In der Karte zur 1.Separation des Dorfes Brunsen, wird im Grenzbereich der Feldmark Brunsen & Holtershausen unterhalb von Holtershausen die Flurbezeichnung „(Wüster) Pfarr-Meyerhof”eingezeichnet. In Brunsen werden 4 Wüste Herrenhöfe erwähnt, von denen aber nur 2 in Brunsen ausfindig gemacht werden können. Johann Julius Bütemeister schreibt in der “Beschreibung des Dorfes Brunsen”, nach der im Jahr 1758 geschehenen Vermessung des Dorfes und der Feldmark: “Vier Ackerhöfe sind vor undenklichen Jahren wüste geworden und von dem vormaligen Amtmann Niederdecker in Greene angenommen, von dessen Erbe solche an die Herren von Wartensleben in Voldagsen gekommen, bis sie nunmehro Fürstliche Kammer eingezogen und die dazu gehörigen Grundstücke dem Fürstlichen Amt Greene beygelegnet. Von den Hofstellen sind nur 2 (in Brunsen) ausfindig zu machen, deren eine mit einem Häußlingshause bebaut ist, die andere aber als Garten genutzt wird.” Ferner wird neben der eigenen Brunser Schäferei noch eine zweite “Schäferey der wüsten Herrenhöfe” aufgeführt, obwohl gemeinhin jedes Dorf nur eine Schäferei zu haben pflegt.

Quelle: Karte von Brunsen mit Feldmark von 1758 / Rezess (Separation) Brunsen 1758 / Aus Brunsens Werdegang, Prof.Hahne, Braunschweig 1958 /

Anmerkung: Hahne vermutet in diesen 2 nicht auffindbaren wüsten Herrenhöfen die Wüstung Ratgodessen, an der Grenze zur Stroiter Feldmark. Tatsächlich handelt es sich dabei aber wohl um Höfe vor/bei Holtershausen, wie aus dem Bittbrief des C.Boden zu Holtershausen von 1661 hervorgeht. Siehe 1661 “Amtmann Niebecker”. Kleinau schreibt 1967 im “Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Landes Braunschweig” auf Seite 362 unter Brunsen: Der Amtmann Niebecker verkauft 1696 an Gf v.Wartensleben einen aus 4 Meierhöfen (ehem. der v.Windheim?) zusammengezogenen Schriftsassenhof mit 139 Morgen, der vor 1745 von der Kammer eingezogen und zum Vorwerk des Amtes Greene gemacht wurde. Und Dr.Steinacker führt 1910 in seinem Werk “Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gandersheim” auf Seite 470 unter Ratgodessen aus: “Aus den Einzelheiten der Beziehungen dieser Besitzverhältnisse geht hervor, dass die Wüstung, wie schon Dürre meinte, in der Nähe von Brunsen zu suchen ist, und vielleicht mit jener Siedlung in der Mönche-Lieth identisch ist, die unter Holtershausen erwähnt wurde.

Erklärung “Schriftsässigkeit” : Frühere Bezeichnung für Grundherrschaft, deren Besitzer unter den oberen Landesgerichten als erste Instanz standen. Sie hatten also das Amt, in deren Bereich sie eigentlich lagen, nicht anzuerkennen.

  • 1761: 1. Separation für Holtershausen. Das Dorf wird vermessen, kartographiert (siehe Karte von 1761), die Feldmark bereinigt und genau beschrieben. Es besteht aus 5 Klein-Kothe und einem Hirtenhaus. Größe der Feldmark Holtershausen: 470 Morgen und 480 Ruten. Die Flurbezeichnungen Mönche-Lieth, Mönche-Holz werden eingezeichnet und es wird vermerkt, das Bruchsteine zum Bau auf dem Liethberg ausgegraben werden. In der ersten Karte von 1761 wird ein Flurstück “Wüster Winkel” und etwas abseits, auf einer Weggabelung süd-östlich vom “Hauptdorf”, ein einzeln stehendes Gebäude eingezeichnet. Auf der Kopie dieser Karte von 1793 fehlen sowohl die Bezeichnung “Wüster Winkel”, als auch dieses Gebäude. Alle weiteren Details wurden aber  1 zu 1 übernommen.

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel „Separation von Holtershausen” / Karte von 1761, aufgenommen von Wilcken / Karten-Copie von Culemann 1793

  • 1803: In der „Geographisch statistische Beschreibung des Fürstenthums Wolfenbüttel” wird vermerkt: “Holtershausen, ein Weiler ohne Kirche und Schule und nach Brunsen eingepfarrt. Es liegt hart unter der Hube, 1 Stunde von Greene, und enthält 5 Koth., 6 Feuerstellen und 44 Einwohner. Seine Feldmark ist äußerst schlecht, und mitten zwischen Holzung und Gebüsch belegen. Dagegen hat es einen einträglichen Obstbau, woraus die Einwohner nebst dem Garnspinnen, Weben und Holzhandel ihre vorzügliche Nahrung ziehen.” Unter Brunsen wird ein wüster Hof vermerkt, der zum Amtshaus Greene gehört (vergl.Ratgodessen/ Kleinau 1967?).

Quelle: Hassel- Berge, Geographisch statistische Beschreibung des Fürstenthums Wolfenbüttel, Blankenburg 1803, Seite 318 /Staatsarchiv Wolfenbüttel; Weiler: Wohnsiedlung, die nur aus wenigen Gebäuden besteht.

  • 1829: Carl Venturini schreibt in seinem Buch „Das Herzogtum Braunschweig: Holtershausen, unter der Hube, mit 7 Wohnungen und 58 Einwohnern, eingepfarrt nach Brunsen ;ohne Schule. Obstbau, Garnspinnen und Holzhandel sind Haupt-Nahrungszweige. Steuer: nach Gandersheim und Greene.

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel & Buch Carl Venturini, Braunschweig 1829.

  • 1850: Bau eines Feuerlöschteiches in der Ortsmitte von Holtershausen.

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel & Chronik der Feuerwehr Holtershausen

  • 1855: Auflösung der herrschaftlichen braunschweigischen-lüneburgischen Jagdrechte in der Feldmark Holtershausen, gegen eine Ablösesumme von 6 Talern, gezahlt von den Einwohnern des Dorfes.

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel

  • 1863: A.Lamprecht berichtet in seinem Lehrbuch ber das Herzogtum Braunschweig: Holtershausen, einst Holdershus, am Hube, hat in 7 Feuerstellen 77 Einwohner und keine Schule, ist Filial von Brunsen, wohin die hiesigen schulpflichtigen Kinder auch zum Unterricht gehen. Die Einwohner beschäftigen sich, da der Grund und Boden der hiesigen Feldmark nicht besonders ist, viel mit Obstbaumzucht, Holzhandel, Spinnerei und Weberei. Der Name des Orts ist ein Personen-Namen, oder derselbe kommt von einem Hause her, das im Holze stand. Das Dorf, welches von den Sachsen gegründet wurde, besteht aus 5 Kothhöfen und 4 Anbauer- und Brinksitzerwesen.

Quelle: Lamprecht, Das Herzogthum Braunschweig geographisch, geschichtlich und statistisch 1863

  • 1868: Der Einbecker Stadthistoriker Harland berichtet in seinen Aufzeichnungen über das Kloster-Vorwerk auf der Mönche-Lieth. Er schrieb: „Die Länderei, welche man mit dem Namen Mönkelidt bezeichnet, gehörten ehemals den Klosterbrüdern in Amelunxborn. Da es aber in alten Zeiten schwer hielt, Ländereien zu verpachten, so sahen sich die Cistercienser Mönche zu Ameluxborn genöthigt, das Land selbst zu bestellen und hatten hinter der Hube ein kleines Vorwerk, ähnlich dem Mönchehof in Einbeck. Es bestand dies Vorwerk wahrscheinlich nur aus einem Wohnhaus mit Stallungen und Scheune. Nachdem das Kloster zu Amelunxborn säcularisiert war, fiel die Länderei auf der Mönchelith an die herzogliche Domäne zu Greene.”

Quelle: H.-L. Harland, Geschichte der Stadt Einbeck.

  • 1870: Die ledige Wilhelmine Obermann aus Holtershausen, 20 Jahre alt, wandert nach Amerika aus.

Quelle: Was uns die Heimat erzählt, 1942 & Auswandererlisten

  • 1875: Der Gemeinderat der Gemeinden Brunsen und Holtershausen beschließt die Gründung einer Pflichtfeuerwehr in Brunsen mit verpflichteten Bürgern aus Holtershausen.

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel & Chronik der Wehr Holtershausen

  • 1878: 2. Separation. Das Dorf wird erneut vermessen und kartographiert (siehe Karte 1878), die Feldmark wird bereinigt und sämtliche Hudeverhältnisse geklärt. Bei der Inventarisation der Bau- und Kunstdenkmäler des Landes Braunschweig (Kreis Gandersheim) wird vermerkt, dass das Überbleibsel eines Klosters in der Mönchelieth, mit Grundmauern, Brunnenschacht und Teichbett, bei der Separation 1761 verschwunden ist.

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel 2.Separation / Bau und Kunstdenkmäler des Kreises Gandersheim, Wolfenbüttel 1910, sowie Theodor Voges & Georg-Ludwig Brackebuschs “Vorarbeiten zur Inventarisation”.

  • 1879: Die Statistik über das Feuerhilfswesen im Herzogtum Braunschweig besagt über Holtershausen: Einwohnerzahl: 49 / Wohnhäuser: 7 / Mannschaftszahl: Pflichtfeuerwehr 5 / Ordnungsmannschaft 4 Spritze und Saugwerk in Brunsen.

Quelle: St.-A. Wolfenübttel & Chronik von Brunsen, F.Wille

  • 1881: Friedrich Knoll und R. Bode schreiben in ihrem Buch „Das Herzogtum Braunschweig- Heimatstunde für Schule und Haus”: Holtershausen. Dorf unter der Hube. 49 Einwohner. Die zweitkleinste selbständige Gemeinde des Landes (!). Obstbau.

Quelle: F. Knoll & R.Bode, Das Herzogtum Braunschweig, Braunschweig 1881 / Staatsarchiv Wolfenbüttel

  • 1894: Eintragung im Amtsgerichtsbezirk Greene über Holtershausen: Entfernung von Greene 4,7 km, Fläche 119 ha, Grundsteuer-Kapital 35259 Zehntel Mark, 7 Wohngebäude, 47 Einwohner, 13 Pferde, 49 Stück Rindvieh, Ortsvorsteher: Rohmeyer, Kirche und Pastor in Brunsen, Lehrer in Brunsen, Post und Eisenbahnstation Naensen 2,8 km entfernt

Quelle: Staatarchiv Wolfenbüttel

  • 1897: In der Topographie des Herzogtums Braunschweigs wird vermerkt: Holtershausen, Dorf unter der Hube. 7 Häuser 50 Einwohner. Nach Brunsen eingepfarrt, woselbst sich auch die Schule befindet. Der Ort ward früher irrtümlich für das alte Huldessun gehalten, in welchem Corvey im zwölften Jahrhundert begütert war. In der Mönche-Lieth soll ehemals ein Kloster gestanden haben.

Quelle: F. Knoll, Stadtgeometer, Topographie des Herzogtums Braunschweig, Leipzig 1897

  • 1910: Kurt Steinacker berichtet in seinem Buch „Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gandersheim” über Holtershausen und erwähnt auch das angebliche Kloster. Er schreibt:“Überbleibsel eines angeblichen Klosters in der Mönche-Lieth, Grundmauern, Teichbett, Brunnenschacht und anderes, sollen laut Inventarisation von 1878 bei der Separation verschwunden sein. Um eine Wohnstelle scheint es sich dabei in der Tat wohl zu handeln.” Die Ortsnamensentstehung gibt er ferner als „Behausung eines Haholds” (Grafengeschlecht im 10.Jahrhundert) an. Er vermutet die Wüstung Radgodessen in der Mönche-Lieth oberhalb von Holtershausen.

Quelle: K.Steinacker, Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gandersheim, Wolfenbüttel 1910, Seite 456 & 470.

  • 1914-18: 1. Weltkrieg. Es fallen zwei Einwohner an der Front (1915 und 1917).

Quelle: Kriegermal Brunsen

  • 1923: Elektrizität hält Einzug in Holtershausen. Von nun an kommt Licht auf Knopfdruck und elektrische Geräte verschönern und erleichtern den Alltag.

Quelle: Chronik von Holtershausen, Udo Strohmeier 1998

  • 1927: Die Scheune des Baurat Dr. Mügge in Holtershausen brennt durch Brandstiftung ab.

Quelle: Zeitzeugen / Chronik Feuerwehr

  • 1930: Das Wohnhaus Schulze brennt ab. Bei beiden Bränden wird die schlechte Löschwasserversorgung und das Fehlen einer Feuerwehr im Ort deutlich.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1936: Bau des Löschwasserbrunnens mit ca. 50 m³ Fassungsvermögen, beim alten Löschteich.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1939-45: 2. Weltkrieg. Es fallen 3 Einwohner an der Front, ein weiterer bleibt in Stalingrad vermisst. Ein deutsches Jagdflugzeug (Me 109) stürzt am 24. März 1945 auf dem Liethberg ab. Am 08. April 1945 besetzen Einheiten der 113th US-Cavlary nach kurzem Schusswechsel mit deutschen Truppen Holtershausen.

Quelle: Kriegsende in Holtershausen, In: Damals 1945, Frank Bertram 1995

  • 1946: Flüchtlinge aus den Ostgebieten treffen in Holtershausen ein. Die Einwohnerzahl steigt auf 120 Personen in 7 Wohngebäuden. Schulunterricht findet daraufhin bis 1949 in der Gaststätte statt.

Quelle: Staatsarchiv Wolfenbüttel/ Landkreis Gandersheim

  • 1955: Im April erklären sich 23 Männer bereit eine Freiwillige Feuerwehr in Holtershausen zu gründen. Ausstattung: TS-Anhänger und Tragkraftspritze aus der Vorkriegszeit.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1960: Erstes großes Zeltfest mit Kommers und Festumzug in Holtershausen.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1962: Eine Sirene für Feuer- und Katastrophenalarm wird im Dorf installiert. Holtershausen tritt der Samtgemeinde ‘Auf dem Berge’ bei.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1963: Eine Wasserleitung wird im Dorf verlegt. Die alten Brunnen, die sich noch an jedem Haus befanden, hatten somit ausgedient. Die Feuerwehr verfügt jetzt über Hydranten zur Wasserentnahme.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1964: Das erste Feuerwehr-Gerätehaus wird in der Ortsmitte beim Löschbrunnen errichtet.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1966: Die Abschnittswettkämpfe der Feuerwehr werden in Holtershausen ausgetragen. Dieses wird zum Anlass genommen und erneut ein schönes Fest gefeiert. Es wird mit der Planung eines Kinderspielplatzes begonnen, der 1967 fertiggestellt wird.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1968: Der moderne Aussiedlerhof Walter unterhalb von Holtershausen nimmt seinen Betrieb auf. Mitte der 1970er wird ein kurzer Fernsehbericht über die Umsiedlung gesendet.

Quelle: Zeitzeugen

  • 1971: Das 3. große Feuerwehrfest in Holtershausen lockt wieder zahlreiche Besucher.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1973: Abriss des alten Gerätehauses und Bau eines Dorfgemeinschaftshauses mit großem Feuerwehrgeräteraum, in Eigenleistung durch die Gemeinde. Übergabe eines neuen Feuerwehreinsatzfahrzeuges Ford Transit an die Wehr.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1974: Gebietsreform. Die Gemeinde Holtershausen (bisher Kreis Gandersheim) verliert ihre ‘Selbständigkeit’ und wird eingemeindeter Ortsteil der Stadt Einbeck im Landkreis Northeim . Politisch wird die Ortschaft jetzt vom Ortsrat ‘Auf dem Berge’ vertreten. Ihr gelingt es aber auf Grund der geringen Einwohnerzahl nie, einen Vertreter im Ortsrat zu erhalten.

Quelle: Zeitzeugen

  • 1980: Großes Zeltfest zum 25.Jubiläum der Feuerwehr Holtershausen.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1989: Die Pokalwettkämpfe der Feuerwehr werden mit einem Scheunenfest verbunden.

  • 1990-91: Bau einer zentralen biologischen Kleinkläranlage unterhalb von Holtershausen. Die Klärgruben an den einzelnen Häusern sind nun nicht mehr nötig. Die gesamte Dorfstraße wird mit einem roten Pflasterbelag erneuert und Erdkabel verlegt, dabei wird ein mittelalterlicher Brunnen in der Dorfstraße wiederentdeckt.

Quelle: Zeitzeugen

  • 1993: Holtershausen erhält ein eigenes Ortswappen. Am Orteingang wird ein Wappenhäuschen errichtet.

Quelle: Einbecker Morgenpost

  • 1995: Großes Scheunenfest zum 40.Jubiläum der Feuerwehr. Mitte der 1990er Jahre erscheinen einige Bücher des Einbecker Geschichtsvereins, die sich grob mit der Geschichte sowie frühen Fotografien der Einbecker Dörfer beschäftigen.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr/ Einbecker Geschichtsverein.

  • 1997: Die Homepage der Ortschaft Holtershausen wird ins Internet gestellt. Das Dorf wird von einem heftigen Unwetter mit Schlamm überflutet. Die Feuerwehr ist stundenlang im Einsatz.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 1998: Die Ortschaft Holtershausen feiert ihre 850-Jahrfeier mit Zeltfest und buntem Programm. Das Dorfgemeinschaftshaus wird für die Festtage zum Museum umgestaltet. In der Ortsmitte wird ein Gedenkstein errichtet.

Quelle: Zeitzeugen

  • 2005: Im Mai wird ein Zeltfest zum 50. Jubiläum der Feuerwehr mit Kommers und Festumzug gefeiert. Im Juni kommt es zu einer schweren Gasexplosion in einer Garage in Holtershausen, bei der eine Person verletzt wird.

Quelle: Zeitzeugen/ Chronik Feuerwehr

  • 2006: Am 24.Januar wird ein Kultur- und Heimatverein gegründet, der das Dorfleben mit kulturellen Veranstaltungen bereichern soll. Erstmalig in der Ortsgeschichte gibt es einen eingetragenen Verein (e.V.) im Dorf.

Quelle: Zeitzeugen

  • 2007: Am 18.Januar sorgt Orkantief „Kyrill” für großen Schaden in Holtershausen. Die Einbecker Morgenpost schreibt: Schwer getroffen hat es das kleine Dorf Holtershausen: Kurz nach 21 Uhr ertönte Sirenenalarm, da der Ort durch mehrere umgestürzte Bäume auf den Zufahrtstraßen von den Bundesstraßen 3 und 64 abgeschnitten war. Nach etwa einer halben Stunde hatte die Feuerwehr Holtershausen die Straßen wieder frei. Im Ort selbst sind mehrere Gebäude teilweise abgedeckt worden, zahlreiche Bäume kippten um, Zäune, Terrassen und Gebäudeteile wurden schwer beschädigt.
    Am 12.Juni sorgt erneut ein heftiges Unwetter mit schwerem Hagelschlag (tennisball-große Körner) für großen Schaden im Dorf. Straßen werden überflutet, Gebäude laufen voll, schwere Hagelschäden an Gebäuden und Pflanzen. Die Feuerwehr ist mehrere Stunden im Einsatz und die Aufräumarbeiten dauern Tage. Die Einbecker Morgenpost schreibt: Dieser kleine, im Tal gelegene Ort wurde am Dienstagnachmittag förmlich von einer Schlamm- und Wasserwelle überrascht und war im Nu von der Außenwelt abgeschnitten. In weniger als 15 Minuten verwandelte sich die Ortsdurchfahrt durch die Schlamm- und Wassermassen mit Geröll zu einem reißenden Fluss. Die Schlammmassen drangen unaufhaltsam in die angrenzenden Häuser und Wohnungen ein. Durch die tennisball-großen Hagelkörner gingen Fensterscheiben und Ziegel zu Bruch, und die Bewohner mussten tatenlos mit ansehen, wie die Schlammmassen in ihre Häuser eindrangen. Straßen und Keller in Holtershausen wurden überflutet, und die Freiwillige Feuerwehr sowie viele freiwillige Helfer versuchten, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Riesige Hagelkörner verursachten bei dem heftigen Gewitter über Holtershausen erhebliche Sachschäden und selbst ein großes Korn-Silo wurde in Mitleidenschaft gezogen, auch hier ist der Schaden noch nicht abzusehen. „Die Menschen sind von den Wasser- und Schlammmassen völlig überrascht worden”, sagte Holtershausens Ortsbrandmeister Udo Strohmeier. Schlamm und Wasser wühlten sich taleinwärts und überfluteten mehrere Straßenzüge und Wohnungen. Doch fast alle Bewohner eilten zu Hilfe und sorgten einigermaßen wieder für Ordnung. Der Schaden in den Wohnungen und Häusern ist noch nicht abzuschätzen, und auch die Renovierungsarbeiten  werden sicherlich noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Vor Ort war auch Stadtbrandmeister Jürgen Sott, der sofort die Schwerpunktfeuerwehr Einbeck in Alarmbereitschaft versetzte und zur Unterstützung anforderte. „Einige Häuser und Wohnungen standen zentimeterhoch unter Wasser und Schlamm”, stellte er fest. „ Die Flut hat alles mitgerissen, was im Wege stand und wegschwemmt. Die Feuerwehr Holtershausen hat Großartiges geleistet, und die Bevölkerung hat sofort nach dieser Katastrophe mit den Aufräumungsarbeiten begonnen”.

Quelle: Einbecker Morgenpost vom 20.Januar und 14.Juni 2007

  • 2008: Am 22.Juni sorgt ein kurzes starkes Unwetter für erneute Sturmschäden in Holtershausen. Ein Baum fällt über die Dorfstraße und blockiert diese. Die hiesige Feuerwehr ist für eine knappe Stunde mit Aufräumarbeiten im Dorf beschäftigt. Im Juli beginnt der Umbau am Dorfgemeinschaftshaus. Der Toilettenraum wird erweitert und die Küche zur „offenen Bar” umgestaltet. Die Arbeiten erfolgen zum großen Teil in Eigenleistung von Feuerwehr und Heimatverein. Ende Oktober wird der Spielplatz in der Ortsmitte umgestaltet und um neue Geräte erweitert.

Quelle: Zeitzeugen

  • 2009: Am 09.Januar wird das Dorfgemeinschaftshaus nach dem Ende der Umbaumaßnahmen feierlich eingeweiht. Unter den zahlreichen Gästen befindet sich auch der  Bürgermeister der Stadt Einbeck, Ulrich Minkner. Ende August wird anlässlich eines Gottesdienstes auf der Mönche-Lieth ein Holz-Kreuz errichtet, welches dort dauerhaft verbleiben soll. Freiluft-Gottedienste finden in Holtershausen alle 2 Jahre statt. Im Herbst nehmen die Stadtwerke Einbeck oberhalb von Holtershausen, neben dem Windrad, einen neuen Sendemasten in Betrieb, der den Ort und die umliegenden Dörfer mit DSL (schnellem Internet) versorgt.

Quelle: Einbecker Morgenpost vom 17.01.2009, September und Oktober 2009

  • 2010: Im Frühling wird das Holzkreuz auf der Mönchelieth um eine Schautafel mit der Ortsgeschichte und eine Holzbank erweitert, Wanderer haben jetzt einen  weiteren schönen Anlaufpunkt in der Region. Am 24.September erhält die Ortswehr Holtershausen ein neues TSF, einen Opel Movano, mit Grundausstattung.

  • 2011: Am 26.März wird vom Kultur- und Heimatverein auf halben Weg zur Mönchelieth eine weitere Holzbank errichtet. Ende Mai findet zusammen mit dem Einbecker Stadtarchäologen Dr.Teuber eine Orts- und Flurbegehung “In der Mönchelieth” statt, bei der weitere Indizien entdeckt wurden, welche die historischen Berichte um die Klosterlegende oberhalb von Holtershausen stützen. Am 11.September findet bundesweit der ” Tag des offenen Denkmals” statt. Der Heimatverein Greene besucht deshalb Holtershausen und wird vom Ortsheimatpfleger Udo Strohmeier durch die Feldmark und den Ort geführt. In der Scheune des Hofes Schulze findet eine Power-Point-Präsentation zur Ortsgeschichte vor über 80 Besuchern statt. Im Dezember beschließt der Ortsrat  ”Auf dem Berge” für alle nicht im Ortsrat vertretenen Ortschaften einen Ortsbeauftragten einzusetzen. Holtershausen erhält damit erstmals seit der Gebietsreform 1974 wieder einen offiziellen Vertreter.

Quelle: Berichte in der Einbecker Morgenpost/ Zeitzeugen

  • 2012: Auf der Jahreshauptversammlung des Kultur- und Heimatvereins wird eine Postkarte “Gruß aus Holtershausen” mit Ortsmotiven vorgestellt. Im August können durch Urkundenfunde die Legenden um das Kloster bei Holtershausen geklärt werden. Es lässt sich ein Abtshof bei Holtershausen nachweisen.

Quelle: Berichte in der Einbecker Morgenpost/ Zeitzeugen

  • 2013: Am 02.Februar legt Udo Strohmeier nach 35 Jahren als dienstältester Ortsbrandmeister im Landkreis sein Amt nieder, Nachfolger wird Holger Koch. Ende April wird damit begonnen einen Dorf- und Grillplatz (mit Überdachung) in der Ortsmitte zu errichten, der als zentraler Treffpunkt für Jung und Alt dienen soll. Am 02.Juni finden erstmals Taufen auf der Mönchelieth statt.  Am 31.August wird der neu-errichtete Dorf- und Grillplatz in der Ortsmitte (neben Dorfgemeinschaftshaus) feierlich eingeweiht.  Am 04.Dezember entschied der Rat der Stadt Einbeck den langjährigen Ortsbrandmeister und Ortsheimatpfleger, Udo Strohmeier, für seine Verdienste um die Ortschaft Holtershausen, mit der silbernen Ehrennadel der Stadt Einbeck zu würdigen. Am 08.Dezember wurde die neue Glocke für die Kirchengemeinde Brunsen mit Holtershausen feierlich eingeweiht. Die Glocke wurde, zusammen mit der alten, aufgearbeiteten Glocke, erst nach Holtershausen gebracht, wo sie von den Einwohner auf dem Dorfplatz bewundert werden konnten. Ortsheimatpfleger Strohmeier betonte in seiner Rede die historische Bedeutung dieses Besuches.

Quelle: Berichte in der Einbecker Morgenpost /Zeitzeugen

  • 2014: Im Juni wird eine Infotafel an den Resten eines alten Steinwerkes in der Ortsmitte befestigt, die zusammen mit dem Stadtarchäolgen Dr.Teuber entworfen wurde.

Quelle: Bericht in der Morgenpost/ siehe Aktuelles

  • 2015: Am 22. und 23.Mai feiert die Feuerwehr Holtershausen ein großes Scheunenfest zum 60sten Jubiläum. Zahlreiche Wehren und Gäste aus dem Einbecker Stadtgebiet feiern zusammen mit der Ortswehr ein gelungenes Jubiläumsfest.

Quelle: Bericht in Einbecker Morgenpost vom 24.Mai 2015

  • 2016: Am 30.April feiert der Kultur- und Heimatverein sein 10jähriges Bestehen mit einem Scheunenfest. Etwa 150 Gäste feiern ein gelungenes Jubiläumsfest. Gastredner sind Henning Bartelt, Willi Hoppe (Beauftragter für Ortsheimatpflege), Uschi Schröder (Heimatverein Andershausen), Eberhard Völkel (Heimatverein Greene), Adolf Everlien (Wenzen), Gerhard Mika (Heimatverein Naensen) und Richard Hartwig (Ortsheimatpfleger Brunsen). Am 01.Juni kommt es nach einem heftigen Unwetter mit starkem Regen zu Überschwemmungen im Dorf. Die Feuerwehr ist über eine Stunde im Einsatz, es kommt zu Schäden an Straßen und Böschungen. Am 14.August hält der Einbecker Stadtarchäologe Dr. Stefan Teuber einen Vortrag über den Abtshof bei Holtershausen im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus. Am 28.August findet bei bestem Wetter wieder ein “Möncheliethgottesdienst” mit Taufe statt. Bei der Kommunalwahl am 11.September gelingt es mit Marco Strohmeier erstmals seit der Gebietsreform 1974 wieder ein stimmberechtigtes Mitglied aus Holtershausen in den Ortsrat “Auf dem Berge” zu bekommen.

Quelle: Bericht in Einbecker Morgenpost vom 10.Mai 2016 , 03.Juni 2016, 12. September und 20.September.

  • 2017: Am 03.September finden die Pokalwettkämpfe der Feuerwehren “Auf dem Berge” in Holtershausen statt. Acht Ortswehren nehmen teil und knapp 200 Besucher kommen nach Holtershausen.